Emulsifier Sucrose Stearate
Beschreibung
Sucrose Stearate – ist ein einzigartiger multifunktionaler Emulgator, der auf natürliche Weise aus Zuckern und pflanzlichen Fettsäuren gewonnen wird. Er bildet feine Emulsionen, verbessert die Barrierefunktion der Haut und sorgt für langanhaltende Feuchtigkeit. Es handelt sich um einen Öl-in-Wasser-(O/W)-Emulgator mit hohem HLB, der besonders sanft zur Haut ist. Seine Vielseitigkeit ermöglicht den Einsatz in einem breiten Anwendungsspektrum – von Kaltprozessen und emulgierten Sprays bis hin zu innovativen Gel-zu-Milch-Technologien.
Inhaltsstoffe: Sucrose Stearate
Eigenschaften
- Darreichung: Feines Pulver, weiß/cremefarben.
- HLB: Ca. 15 (ideal für O/W-Emulsionen).
- Löslichkeit: Löslich in heißem Wasser, auch in der Ölphase dispergierbar.
- Qualität: 100% pflanzlichen Ursprungs, geeignet für Natur- und Biokosmetik.
Tests und klinische Studien
Die Leistung und Sicherheit des Produkts wurden durch strenge Testprotokolle zu Hydratation, Schutz und Hautverträglichkeit bewertet:
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Langzeit-Feuchtigkeit (In Vivo): Corneometrie-Studien (über 14 Tage, zweimal tägliche Anwendung) zeigten, dass Emulsionen mit Sucrose Stearate eine graduelle und konstante Verbesserung der Hautfeuchtigkeit bewirken, mit einem signifikanten Unterschied gegenüber Ergebnissen mit einem Placebo-Produkt.
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Integrität der Hautbarriere (TEWL): Tests zur Messung des transepidermalen Wasserverlusts bestätigten, dass dieser Emulgator die natürliche Wasserbindekapazität im Stratum corneum nicht beeinträchtigt und die Hydrolipidbarriere der Epidermis intakt hält.
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Anti-Irritant-Effekt: Es wurde gezeigt, dass Sucrose Stearate Irritationen durch aggressive Agenzien (wie SLS) reduzieren kann. Er übt einen konzentrationsabhängigen Schutzeffekt aus und mindert sowohl Rötungen als auch den Abbau der Hautbarriere.
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Selektive antimikrobielle Aktivität: In-vitro-Tests (Kontaktzeit 20–28 h) zeigten eine 80–100%ige Hemmung von Mikroorganismen, die für unangenehme Gerüche (Corynebacterium xerosis) und Windeldermatitis (Staphylococcus aureus) verantwortlich sind, ohne die normale Hautflora (Staphylococcus epidermidis) zu beeinträchtigen.
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Augenverträglichkeit (HET-CAM): Als nicht reizend eingestuft, mit einem Irritationspotenzial von nur 0,17 bei 10% Konzentration – deutlich milder als traditionelle Emulgatoren.
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Dermale Sicherheit: Nach OECD-404-Standard getestet; der Inhaltsstoff erwies sich nach einmaliger dermaler Applikation als vollständig nicht hautreizend.
Haupteigenschaften
- O/W-Emulgator und Kaltprozess: Ermöglicht die Formulierung stabiler Emulsionen mit klassischen oder kalten Methoden – ideal für wärmeempfindliche Inhaltsstoffe.
- Seidiges Hautgefühl: Sorgt für eine besonders feine, nicht fettende und nicht klebende Textur.
- Intensive Hydratation: Aufgrund seiner Struktur bindet er Wassermoleküle an der Hautoberfläche und reduziert den transepidermalen Wasserverlust (TEWL).
- Lamellare Strukturen: Bildet Flüssigkristall-Netzwerke, die die natürliche Struktur der Hautlipide nachahmen und so die Hautbarriere unterstützen. Er erleichtert die Aufnahme anderer Wirkstoffe in tiefere Schichten der Epidermis.
- Sanftheit: Reizt weder Augen noch Haut und ist damit ideal für hypoallergene Produkte.
Anwendungsempfehlungen
Kosmetischer Inhaltsstoff. Empfohlene Dosierung: 2% - 10%.
Bis zu 10% als Basis-Emulgator; 2% als Co-Emulgator für leichte Texturen; 2–3% zur Herstellung eines hydrophilen Öls oder eines Oleogels; bis zu 10% in Reinigungsprodukten.
Dank seiner Milde ist er ideal für Gesichtspflegeprodukte, einschließlich Augenpartie und empfindlicher Haut. Geeignet als Co-Emulgator oder feuchtigkeitsspendender Wirkstoff in Emulsionen und Seren. Als Hauptemulgator in Cremes, Deodorants, Emulsionen und Bade-Milch geeignet.
Anwendungen
- Feuchtigkeitsspendende Cremes und Lotionen für empfindliche oder trockene Haut.
- Kinderpflegeprodukte, Cremes für empfindliche Haut.
- After-Sun-Emulsionen.
- Premium-Gesichtsseren mit seidiger Textur.
- Deodorants in flüssiger, Creme- oder Gel-Form.
Formulierungsleitfaden
1. Verarbeitungsmethoden
- Kaltprozess (Kalt-Kalt): Besteht die Ölphase ausschließlich aus flüssigen Ölen, kann Sucrose Stearate ohne Erhitzen verwendet werden. Eine sehr gute Vor-Dispergierung des Pulvers in Wasser oder Glycerin ist notwendig, bevor das Öl unter hoher Rührgeschwindigkeit zugegeben wird.
- Standard-Heißprozess (Heiß-Heiß): Beide Phasen (Wasser- und Ölphase) werden auf 70°C – 75°C erhitzt. Sucrose Stearate kann in beide Phasen gegeben werden; die Dispergierung in der Wasserphase unter kräftigem Rühren vor der Emulgierung ergibt jedoch meist die feinsten Partikel.
- Mischprozess (Heiß-Kalt): Nur die Wasserphase kann zusammen mit dem Emulgator erhitzt werden, um eine vollständige Lösung zu erreichen; anschließend wird die Ölphase bei Raumtemperatur zugegeben. Diese Methode schützt wärmeempfindliche (kaltgepresste) Öle.
- Die Reihenfolge ist entscheidend: Wenn du eine weißere und glänzendere Emulsion möchtest, gib die Ölphase in die Wasserphase (O/W).
- pH-Bereich: Stabil im Bereich von 4,0 bis 8,0.
2. Homogenisierung und Rührtechniken
- High-Speed-Mixing: Um Flüssigkristalle zu bilden und eine geringe Tröpfchengröße zu gewährleisten, wird der Einsatz eines Homogenisators für 2–3 Minuten unmittelbar nach dem Zusammenführen der Phasen empfohlen.
- Abkühlen: Nach der High-Speed-Homogenisierung sollte die Emulsion beim Abkühlen langsam gerührt werden. Dieser Schritt stabilisiert das lamellare Netzwerk korrekt und verhindert eine spätere Phasentrennung.
3. Optimierung von Stabilität und Viskosität
- Einsatz eines Gelbildners: Da Sucrose Stearate sehr feine Emulsionen erzeugt, benötigen sie einen Stabilisator in der Wasserphase, um Sedimentation zu verhindern. Empfohlen werden 0,2–0,5% Xanthan Gum (oder 0,5–0,7% Solagum™ AX).
- Texturmodulation: Für flüssige Emulsionen: Sucrose Stearate als alleiniger Emulgator (3%) + Xanthan Gum. Für Cremes: Sucrose Stearate (3–4%) mit Fettalkoholen (z. B. Behenyl Alcohol 2–4%) kombinieren.
4. Spezialformeln: Öl-zu-Milch-Technologie
Sucrose Stearate ist bekannt für seine Fähigkeit, ölige Gele zu erzeugen, die sich bei Kontakt mit Wasser in eine feuchtigkeitsspendende Milch verwandeln. In diesem Fall:
- Ein Emulgator-Konzentrat wird hergestellt, indem Sucrose Stearate mit Glycerin oder anderen Polyolen vermischt wird.
- Das Öl wird sehr langsam unter kontinuierlichem Rühren zugegeben, wodurch eine D-Phasen-Emulsion entsteht.
- Das Ergebnis ist ein wasserfreies (anhydres) Produkt, das sich makellos abspülen lässt und die Haut hydratisiert hinterlässt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist dieser Emulgator klebrig?
Nein. Sucrose Stearate ist gerade dafür bekannt, das klebrige Gefühl in Cremes mit hohem Pflanzenölanteil zu reduzieren und ein elegantes Finish zu geben.
Kann er zur Herstellung einer Reinigungsmilch verwendet werden?
Ja, er eignet sich hervorragend für Reiniger, da er die Augen nicht reizt und hilft, Verunreinigungen sanft zu solubilisieren, ohne die Haut zu strapazieren.
Sicherheit bei der Anwendung
Profil: Lebensmittelnahe Basis, biologisch abbaubar, ungiftig und nicht umweltbelastend. Sicher für Produkte für die ganze Familie.
Vorsichtsmaßnahmen: In HET-CAM-Tests als nicht reizend eingestuft (Irritationspotenzial 0,17 bei 10% Konzentration). Nach primären dermatologischen Tests kein Hautreizstoff.
Lagerung: In der originalen, luftdicht verschlossenen Verpackung aufbewahren, vor Feuchtigkeit schützen. Trocken und kühl lagern.
Bibliografie und Quellen
Dokumentation, Formulierungsleitfaden und technische Informationen des Herstellers.
CosIng – Datenbank der Europäischen Kommission für kosmetische Stoffe und Inhaltsstoffe.
Einzelheiten
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